BA SVG forensisch-psychiatrisch

Lange Ausf. im Ermittlungsverfahren EV – § 20 iE

Es wird beantragt, ein forensisch-psychiatrisches Sachverständigengutachten  zu o.g. Beweisfragen einzuholen und im vorliegenden Fall, wo noch keine weiter gehenden Vorerhebungen erfolgt sind, den Sachverständigen die erforderlichen anamnestischen Erhebungen in Ruhe ausführen zu lassen.

. lag offensichtlich bereits zur vorgeworfenen Tatzeit eine krankhafte seelische Störung i.S.d. §§ 20, 21 StGB vor, die die Einsichts- und Steuerungsfähigkeit des Angeklagten mit einiger Sicherheit ausgeschlossen hat, zumal, wenn dessen Alkoholisierung von jedenfalls nicht weniger als bei den anderen gemessenen Beteiligten zusätzlich berücksichtigt wird (## ); diese lag im Schnitt bei 0,97 mg/l bzw. bei 1,9 o/oo.

Es wird ein vorterminliches schriftliches Gutachten für erforderlich erachtet, in dem gesamte Krankheitsverlauf so umfassend wie möglich aufgeklärt wird und – wenn wider Erwarten eine Schuldfähigkeit möglich bleibt – Ausführungen zur Prognose (bei zutreffender Medikamentierung und Compliance), ggf. auch Ausführungen zur Betreuungsfrage erfolgen. Eine nur mündliche Begutachtung in der derzeit anberaumten Hauptverhandlung würde nicht ausreichen bzw. müsste zu einem Unterbrechnungs- bzw. Aussetzungsantrag führen

Die Passivität des Angekl., die u.a. bei der Ableistung der letzten Auflage und von der JGH vermerkt wurde, wird ebenfalls vor dem Krankheitshintergrund zu würdigen sein.

GA-Person geeignet

Es ist eine forensisch-psychiatrische Sachverständigenperson erforderlich.

Schweigepflichtsentbindung liegt bei. Der behandelnde Arzt Herr ## kommt nicht in Frage; es wird angeregt, z.B. Dr. ## , Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, oder Dr. ## Fachärztin für Psychotherapie und forensische Psychiatrie, oder Dr. ##  alle z.l.ü. ZfP ## , mit der Begutachtung zu beauftragen.