Verfügungen zur Vorsorge – Kurzübersicht

Eine rechtzeitige Vorsorge ist essentiell:

Vorsorgevollmacht – zur Regelung Ihrer rechtlichen Angelegenheiten im Verhinderungsfall, von der einfachen Vertretungsmacht für Rechtsgeschäfte in Ihrem Sinn bis hin zu den rechtlichen Bestimmungen, wie im Fall einer Krankenhaus- oder Heimunterbringung in Ihrem Sinn rechtlich verfahren werden soll und wen sie als Personen Ihres Vertrauens Sie dafür bestimmen, auch, wie und durch wen eine evtl. Kontrolle erfolgen soll.

Patientenverfügung – Ihre höchstpersönlichen Bestimmungen für Ihre Behandlung im Krankheitsfall, wenn Sie sich nicht mehr selbst äußern können. Für diese existentielle Situation können Sie Ihre persönlichen Vorgaben bindend festlegen: Wie lange eine ärztliche Behandlung bzw. Apparateversorgung erfolgen soll und wann evtl. auch nicht mehr. Dies sind Ihre alleinigen, höchstpersönlichen Wünsche, die mit Respekt und Einfühlungsvermögen ermittelt werden müssen. Die Formulierung sollte so klar wie möglich sein, aber es sollte auch so konkret wie möglich auf verschiedene Situationen eingegangen werden: Im entscheidenden Fall müssen Nächsten und Vertreter und das Behandlungspersonal Ihre Wünsche zweifelsfrei erkennen und danach handeln können. – Oft sind Muster oder Formulare angesichts vieler möglicher Situationen hier nicht eindeutig und der Wille bleibt im entscheidenden Fall unklar.

Betreuungsverfügung – Ihre zusätzliche Anordnung, dass Ihre eigenen Regelungen zur Vorsorge (Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung) im Rahmen einer späteren, fremdbestimmte Betreuung so lange wie möglich angewandt werden und fremden Vorgaben vorgehen. Sie formulieren schon jetzt Regeln, die auch im Fall einer etwaigen späteren (ergänzenden) Betreuung inhaltlich beachtet werden müssen und wen Sie für den Fall einer solchen Betreuung als Ihre Betreuerperson vorschlagen.